1       INHALT:

Das Blockseminar befasst sich mit dem Grundproblem theologischer Ethik: als Christenmensch so zu leben, wie Gott es will, ohne es zu können. Das Gebot zur Feindesliebe macht diese Problematik fassbar, weil sie jesuanisches und breit belegtes nichtjesuanisches Traditionsgut darstellt, was eigentlich zur Befolgung nötigt. Und dennoch stößt sich auch der glaubende Mensch an dieser Forderung, weil sie kontraintuitiv ist. Inwiefern das biblische Zeugnis zur Feindesliebe auffordert, was Liebe aus theologischer Sicht bedeutet und wie wir als Menschen der Gegenwart unsere Feinde lieben können und sollen, wird in diesem Blockseminar erörtert und diskutiert. 

               2  LITERATUR: 

Härle, Wilfried: Ethik, Berlin / Boston2, 2018, 518-532.

Huber, Wolfgang: Feindschaft und Feindesliebe. Notizen zum Problem des ‚Feindes‘ in der Theologie, in: Zeitschrift für Evangelische Ethik, 1982, 128-158.

Mühling, Markus: Imago dilectionis. Eine Phänomenologie der Liebe, in: Mühling, Markus (Hg.): Post-Systematische Theologie. Gottes trinitarisches Liebesabenteuer. Dreieiniges Werden, ökologische Schöpfungswege Menschen und Ver-rückung, Paderborn, 2023, 609-659.

Stock, Konrad: Gottes wahre Liebe, Tübingen, 2000, 232-240.

Reuter, Hans-Richard: Grundlagen und Methoden der Ethik, in: Huber, Wolfgang / Meireis, Torsten / Reuter, Hans-Richard: Handbuch der Evangelischen Ethik, München, 2015, 159-187.

Rotter, Hans: Formen christlichen Umgangs mit Menschen in heutiger Zeit, in: Horstmann, Johannes: Und wer ist mein Nächster? Reflektionen über Nächsten-, Bruder- und Feindesliebe, Schwerte, 1982, 122-136.

Von der Recke, Adalbert: Feindbild und Feindesliebe. Gedanken eines Christen in Uniform, in: Lohse, Eduard (Hg.): Vorlagen. Neue Folge, Hannover, 1988, H. 3, 5-33.

Von Soosten, Joachim: Feindesliebe. Konstellationen einer Fremdmoral, in: Moxter, Michael / Firchow, Markus (Hgg.): Feindschaft. Theologische und philosophische Perspektiven, Leipzig, 2013, 61-82. 

   3  VORAUSSETZUNGEN: 

Interesse und Bereitschaft zur Diskussion existentieller Fragestellungen sowie eigenständige Lektüre

   4  ANFORDERUNGEN: 

Die Fähigkeit und Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit theologischen Fragestellungen, welche das eigene Handeln als Christenmensch betreffen

   5  LEISTUNGSPUNKTE: 

Bei regelmäßiger Teilnahme erhält der/die Studierende 2 LP.

  1  INHALT

Das Proseminar zielt darauf ab, Studierenden einen ersten Überblick über das systematisch-theologische Arbeiten zu vermitteln. Ziel des Proseminars ist ein Kennenlernen der Themen der Systematischen Theologie, ihrer Kriterien und Methoden und ein Verständnis vom Verhältnis der Systematischen Theologie zu den anderen theologischen Disziplinen, sowie zur (Religions-)Philosophie und Logik. Dabei werden insbesondere Fragen nach der Bedingung der Möglichkeit von Gottes- und Welterkenntnis in den Blick genommen.

  2  LITERATUR

Die Literatur für die jeweilige Sitzung wird in der konstituierenden Sitzung bekannt gegeben.

Es werden Auszüge aus Werken von Rudolf Bultmann, Markus Mühling, Immanuel Kant, Martin Luther, Jürgen Moltmann, Christoph Schwöbel, Christiane Tietz und weiteren gelesen.

  Als grundlegende Eingangsliteratur kann u.a. gelesen werden:

  • Wolfhart Pannenberg, Einführung in die Systematische Theologie (Freiburg: Herder, 2011).
  • Gerhard Sauter, Einführung in die Systematische Theologie (Tübingen: Mohr Siebeck, 2012).
  • Ulrich H. J. Körtner, Systematische Theologie: Eine Einführung (Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2006).

  3  VORAUSSETZUNGEN 

  Keine.

  4  ANFORDERUNGEN 

Lektüre, der jeweiligen Texte, aktive Mitarbeit und Beteiligung am Gespräch.

Studienleistung: kurze Vorstellung der der Sitzung zugrundeliegenden Literatur.

 

  5  LEISTUNGSPUNKTE UND PRÜFUNGEN

3 LP.   

5 LP. für eine Proseminar-Hausarbeit

Im Kompaktkurs geht es um die Fragen: Was ist reformiert? Und: Was ist reformierte Theologie? Neben dem lutherischen Zweig der Reformation hat sich ein reformierter Zweig herausgebildet – charakterisiert durch eigene Akzentsetzungen im Verständnis der Kirche und in der Ausformung der Theologie. Es lassen sich Hauptlinien der reformierten Kirchen und ihrer Theologie von ihren Anfängen bis zur Gegenwart erkennen, so etwa die Konzentration auf die biblischen Texte mit der Zusammengehörigkeit beider Testamente, der Bundesbegriff, die Hochschätzung des Bekennens und der Bekenntnisse, das ethische Interesse an der Verantwortlichkeit des Menschen, die presbyterial-synodale Ordnung und anderes mehr.

Ausgehend von zentralen Köpfen der reformierten Theologie wie Ulrich Zwingli und Johannes Calvin werden u.a. folgende Themen beleuchtet: Schrift und Bekenntnis, Gottesbund, Prädestination, Evangelium und Gebot, Kirche und Ämter, Ökumene, Gottesdienst, Bilder und Bilderverbot sowie Sozial- und Wirtschaftsethik. Diese Themen werden auf ihre gegenwärtige und mögliche zukünftige Relevanz befragt. Am Schluss des Kompaktkurses wird sich – so die gut begründete Verheißung – der Eindruck ergeben, über Grundzüge der reformierten Theologie im Bilde zu sein, um ein umfassenderes Bild von der evangelischen Kirche und Theologie zu gewinnen.

Der Kompaktkurs versteht sich als Seminar mit Vorlesungsanteilen, Lektüre und Gruppenarbeit. Zwischen den Einheiten gibt es Pausen. 

Verpflichtende Vorbesprechung: Mittwoch, 4. Juni, 20.00 Uhr st (per Zoom)


1 INHALT

Die Sozietät findet in Zusammenarbeit mit Prof. Ph. Stoellger (Heidelberg) statt.

Schreibend Denken und denkend Schreiben-Lernen gehört zu den fortgeschrittenen

Kompetenzen systematischer Theologie. Vorausgesetzt ist hier denkend zu lesen und lesend

zu denken, ebenso wie denkend zu reden und redend zu denken

Eigene Forschungsprojekte in Systematischer Theologie und Religionsphilosophie werden

vorgestellt und besprochen.

Die Sozietät besteht aus zwei Bestandteilen: a) Treffen in Wuppertal, bei denen die

jeweiligen Gesamtprojekte im Fokus stehen, b) Treffen in Heidelberg, bei denen

ausgearbeitete Kapitel im Fokus stehen:

Die Vorstellenden reichen dabei einen fertigen Text von ca. 10–20 Seiten rechtzeitig (Frist

wird noch bekannt gegeben) ein und führen in diesen Text während des Kolloquiums kurz

(5–10 Min) ein, damit anschließend das jeweilige Projekt intensiv diskutiert werden kann.

2 LITERATUR

Die Literatur besteht aus den eingereichten Texten, die für alle Teilnehmenden vorbereitend

zu lesen sind. Sie werden rechtzeitig per E-mail versandt.

3 VORAUSSETZUNGEN

Doktoranden, Habilitanden, Wissenschaftler, Interessierte und Fortgeschrittene sind die

Zielgruppe. Die Sozietät wird interuniversitär veranstaltet, gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Dogmatik und Religionsphilosophie der Universität Heidelberg.

Der Termin in Wuppertal ist Fr., der 9.5, 15h bis Sa, 10.5 12 h. Räumlichkeiten werden noch bekannt gegeben. Bitte melden Sie sich für diesen Termin per e-mail an bei:

alexej.klippenstein@stud.kiho-wuppertal.de

und in Kopie 

markus.muehling@kiho-wuppertal.de

Der Termin in Heidelberg ist der Fr. 4.7. bis Sa 5.7. Wenn Sie dort teilnehmen wollen, einen Text präsentierend oder nicht, melden Sie sich bitte möglichst bis zum 14.4 per E-mail an bei:

lukas.reuss@ts.uni-heidelberg.de

und in Kopie an 

markus.muehling@kiho-wuppertal.de

4 ANFORDERUNGEN

Vorbereitungszeit, Zeit und Reisebereitschaft zu den Terminen (siehe unter "Ankündigungen"), nach Karlstraße 16, 69117 Heidelberg. Anmeldung bis zur zweiten

Semesterwoche über E-mail an:

Markus.muehling@kiho-wuppertal.de und in cc an lukas.reuss@ts.uni-heidelberg.de

5 LEISTUNGSPUNKTE

Bei Teilnahme gibt es 2 LP.

1 INHALT

Während die Trinitätslehre die Rahmentheorie christlicher Theologie ist, stellt das Kreuz das

Zentrum und den Ursprung des Koordinatensystems des christlichen Glaubens dar. Zu

seinem Verständnis liegt nun ein neuerer gegenwärtiger Entwurf des Heidelberger

Theologien Philipp Stoellger vor. Dieser beansprucht, die Deutungspotenziale der

Kreuzestheologie im Rahmen von Gegenwartsdiskursen zu sondieren, um zu klären, wie und

unter welchen Bedingungen sie heute sinnvoll sein kann: Kreuzestheologie als phobische

Prolegomena medialer Theologie. Denn das Kreuz ist das tremendum der Theologie und

auch ihr fascinosum: Riss aller Deutungen und ihr provokantes Woher und Woraufhin. Im

Kreuz reißen alle gängigen Deutungen - und es provoziert umso mehr neue Deutungen in

Wort, Schrift und Bild vom Kreuz.

2 LITERATUR

STOELLGER, PHILIPP, coram cruce. Deutungspotentiale der Kreuzestheologie, Tübingen 2024

(open access)

3 VORAUSSETZUNGEN

Interesse und Bereitschaft, lebendig mitzudenken, eigenständige, vertiefende Lektüre.

4 ANFORDERUNGEN

Die Fähigkeit und Bereitschaft, sich mit theologischen Fragestellungen in einer engagierten

Weise zu beschäftigen, die der Bildung der eigenen personalen Identität nicht äußerlich sein

wird.

5 LEISTUNGSPUNKTE

Bei regelmäßiger Teilnahme gibt es 4 LP.

1 INHALT

Grundlagenfragen der Ethik als Theorie des christlichen Handelns werden vorgestellt. Dabei

werden die besonderen Bereiche ethischer Argumentation wie natürliche Ethik,

naturalistische Ethik, deontische Ethik, teleologische Ethik, Verantwortungsethik,

Tugendethik, etc. aus dem Handlungsbegriff abgeleitet und auf Grundlagen der christlichen

Ethik bezogen.

2 LITERATUR

Mühling, Markus: Systematische Theologie: Ethik, Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht; UTB

3748) 2012, ISBN 978-3-8252-3748-6

3 VORAUSSETZUNGEN

Interesse und Bereitschaft, lebendig mitzudenken, eigenständige, vertiefende Lektüre.

4 ANFORDERUNGEN

Die Fähigkeit und Bereitschaft, sich mit theologischen Fragestellungen in einer engagierten

Weise zu beschäftigen, die der Bildung der eigenen personalen Identität nicht äußerlich sein

wird.

5 LEISTUNGSPUNKTE

Bei regelmäßiger Teilnahme gibt es 2 LP.

1 INHALT

Die Vorlesung beschäftigt sich mit klassischen Fragen der Prolegomena zur Dogmatik wie

z.B.:

– Was ist Theologie?

– Welche Wahrheitsansprüche kann Sie wie ausdrücken?

– Wie nehmen Menschen und insbesondere Christen die Welt wahr?

– Warum leben wir in einer narrativen Welt, die nicht nur mit Geschichten erfaßt

werden kann, sondern daraus besteht?

– Welche Alltagsthemen müssen im Lichte des Glaubens neu verstanden werden?

– Wie kann Gott erkannt werden?

– Was ist Offenbarung?

– Wie gibt sich Gott zu erkennen?

– Wie verhält sich theologische Erkenntnis zu anderen Wissenschaften?

– Welche Rolle spielt Historizität und Heilige Schrift für theologische

Argumentationen?

– Wie verhalten sich Glaube und Religion zueinander?

– Ist Theologie eine Wissenschaft?

– Welcher Kriterien können sich theologische Argumentationen bedienen?

2 LITERATUR

MÜHLING, MARKUS, Post-Systematische Theologie Ⅰ. Denkwege

Eine theologische Philosophie, Leiden – Paderborn 2020

3 VORAUSSETZUNGEN

Interesse und Bereitschaft, lebendig mitzudenken, eigenständige, vertiefende Lektüre.

4 ANFORDERUNGEN

Die Fähigkeit und Bereitschaft, sich über theologische Themen hinaus mit

komplexenphilosophischen und interdisziplinären Fragestellungen zu beschäftigen.

5 LEISTUNGSPUNKTE

3 LP bei aktiver Partizipation an beiden Terminen.

Die hier eingestellten Tests dienen zum Erlernen des notwendigen Grundwissens. Auch wenn Systematische Theologie primär eine Tätigkeit ist, so schadet Grundwissen keineswegs. 

Die Tests sind im Selbststudium auszuführen.

Die bei den einzelnen Tests angegebene Literatur zu kennen, ist von Vorteil. Ihre Lektüre ist daher unbedingt als Basislektüre für das Grundstudium zu empfehlen.

Die Tests können aber zur Not auch ohne diese Literatur verwendet werden, weil man auch dann viel lernt.