Ankündigungen

Zukunft der KiHo: Stellungnahme zum Beschluss der Landessynode der Ev. Kirche im Rheinland

von Frank Grünberg -

Der Aufbau eines theologischen Bildungscampus in Wuppertal soll geprüft und die Kirchliche Hochschule (KiHo) Wuppertal grundlegend reformiert werden. Diese richtungsweisende Entscheidung hat die außerordentliche Landesynode der Ev. Kirche im Rheinland am 11. Juni 2024 mit großer Mehrheit getroffen. 

„Wir begrüßen den Beschluss der Landessynode“, sagt KiHo-Rektor Prof. Dr. Markus Mühling. „Er gibt uns die Chance, die Zukunft der KiHo mitzugestalten und unsere Expertise in Forschung und Lehre als wissenschaftliche Hochschule in den Entwicklungsprozess eines theologischen Bildungscampus einzubringen.“ Mögliche Zielgruppen des Bildungscampus sollen laut Synodalbeschluss beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitende, Studierende sowie theologische Interessierte sein. Ausdrücklich nennt der Beschluss auch die theologische Forschung, die die KiHo Wuppertal weiterhin im Promotions- und Habilitationsbereich betreibt.

“Die KiHo muss sich grundlegend verändern, weil sich Kirche und Gesellschaft verändern.”

Die Kirchenleitung hatte der Synode vier Optionen zur Diskussion und Entscheidung vorgelegt. Die Synode entschied sich nach intensiver Debatte für eine modifizierte Version der Option 4 und vergab einen entsprechenden Prüfauftrag an eine Steuerungsgruppe, die ihr erstes Ergebnis der Synode im Februar 2025 präsentieren soll. Sie soll zudem Vorschläge erarbeiten, unter welchen finanziellen Rahmenbedingungen die inhaltlichen Ziele erreicht werden können.

„Entscheidend wird in den kommenden Wochen und Monaten sein, das Profil einer Forschung und Lehre betreibenden KiHo in einem theologischen Bildungscampus Auf dem Heiligen Berg zu entwickeln und dabei zugleich einen hohen Anteil des derzeit aufgebrachten Finanzvolumens einzusparen“, sagt Mühling. „Wir werden dazu Vorschläge einbringen. Die KiHo muss sich grundlegend verändern, weil sich Kirche und Gesellschaft verändern.“

Es gehe um nichts weniger als um die Zukunftsfähigkeit der Evangelischen Kirche selbst und um ihre Personalentwicklung, betont der Rektor. „Dazu zählt auch die Gewinnung von Pfarrerinnen und Pfarrern für ihre Gemeinden in enger Verzahnung mit anderen Berufsgruppen. All diese benötigen theologische Auskunftsfähigkeit auf höchstem Niveau“.

Der Beschluss der Landessynode im Wortlaut

I. Beschluss zum Aufbau eines theologischen Bildungscampus

Die Landessynode beschließt zur Zukunftsfähigkeit der Evangelischen Kirche und zur Stärkung der Personalentwicklung den Aufbau eines theologischen Bildungscampus zu prüfen. Die Kirchliche Hochschule wird grundlegend reformiert.

II. Inhaltliche Ziele

Zielgruppen des Bildungscampus sind beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitende, Studierende sowie theologische Interessierte. Die inhaltlichen Schwerpunkte sollen sein:

  • Verschränkung Theologischer Forschung, Lehre und Praxis
  • Theologische Bildung verschiedener kirchlicher Berufsgruppen
  • Interprofessionelle Vernetzung, beginnend mit Studium und Ausbildung

III. Finanzielle Rahmenbedingungen

Die Landessynode beauftragt die Kirchenleitung zu prüfen, unter welchen finanziellen Rahmenbedingungen die benannten inhaltlichen Ziele erreicht werden können.

Nach Einschätzung des Finanzausschusses wird die Landeskirche 2031 nur noch die Hälfte der derzeit für die Arbeit der Kirchlichen Hochschule Wuppertal bereitgestellten Mittel aufbringen können.

Weitere Einnahmequellen, auch über mögliche Kooperationspartner, sollen erschlossen werden.

IV. Auftrag

Die bereits eingesetzte Steuerungsgruppe legt der Landesynode ein entsprechendes Konzept vor. Interessengruppen werden beteiligt.


Vorgezogene mündliche Zwischenprüfung - Wichtiger Hinweis

von Frank Grünberg -

Wer eine vorgezogene mündlicheZwischenprüfung ablegen möchte, wird gebeten, sich bis spätestens bis Mittwoch, den 12. Juni 2024, bei Frau Paas dafür anzumelden. Die Anmeldeformulare liegen vor ihrem Büro auf dem Stehtisch aus.


Zukunft der KiHo - Links zum Livestream und zum TV-Beitrag

von Frank Grünberg -

Der Gottesdienst und die Plenarsitzung der Landessynode zur "Zukunft der KiHo" werden heute ab 18.00 Uhr live gestreamt. Der Link dazu lautet: https://www2.ekir.de/

Wer den TV-Beitrag zur Zukunft der KiHo verpasst hat, der gestern abend in der WDR-Lokalzeit Bergisches Land gezeigt wurde, kann sich den Beitrag unter https://cloud.kiho-wb.de/index.php/s/H273txoQHq82TWy ansehen.


Einladung zum Vortrag: Zum Ringen um Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im evangelischen Kontext

von Frank Grünberg -

Das Institut für feministische Theologie, Theologische Geschlechterforschung und soziale Vielfalt lädt zu folgenden Vortrag ein:

  • Prof. Dr. Fabian Kessl, Bergische Universität Wuppertal: Zum Ringen um Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im evangelischen Kontext
  • Datum: Dienstag, 4. Juni 2024
  • Uhrzeit: 19.00-21.00
  • Ort: Hörsaal 3

Prof. Dr. Kessl hat an der Bergischen Universität eine Professur für Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt sozialpolitische Grundlagen inne. Er hat im Verbund der ForuM-Studie (Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland) das Teilprojekt B Perspektive "Organisation und Person: Systematische Bedingungen und die Praxis der Aufarbeitung von (sexualisierter) Gewalt" geleitet und wird uns an diesem Abend einen Einblick in das Ringen um Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im evangelischen Kontext geben.

Der Vortrag findet im Rahmen der Übung zur ForuM-Studie statt, alle Mitglieder der Hochschule sind aber herzlich zu dem Vortrag eingeladen.

Gesucht: Promovend*in zum Forschungsfeld: Predigtgemeinschaft zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VeF)

von Frank Grünberg -

Gesucht: Promovend*in zum Forschungsfeld: Predigtgemeinschaft zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VeF)


Mit verschiedenen praktisch-theologischen Forschungsmethoden soll in diesem Promotionsprojekt daran gearbeitet werden, welche Variationen von Predigtgemeinschaft, Kanzeltausch, Predigtgastfreundschaft zwischen EKD und VeF gelebt werden (können), welche ökumenisch-kirchentheoretischen und homiletischen Fragen dadurch aufgeworfen sind und mit welchen wissenschaftlichen Diskursen sie produktiv vernetzt werden können. Der genaue Zuschnitt des Forschungsdesigns ist vom Promovierenden unter professoraler Begleitung (s.u.) mit zu entwickeln.

Die vollständige Information zu dieser Ausschreibung gibt es hier.


Offener Abend ISP - 23.05.2024 um 19:30 Uhr, HS 3

von Judith Warsitzka -

Im Rahmen des International Study Programms findet am Donnerstag, 23.05.2024 um 19:30 Uhr in HS 3 ein offener Abend mit Landesbischof Friedrich Kramer, Friedensbeautragter der EKD, zum Russland-Ukraine-Krieg statt:

"With the start of the Russian war against Ukraine, a heated debate broke out within the EKD, in which a fundamental revision of the Protestant peace ethic was called for. The EKD Peace Workshop, which I subsequently convened, carried out a broad consultation process with the aim of transforming this debate into a constructive dialogue and arriving at a new basic text on Protestant peace ethics. We are eagerly awaiting the result."

Herzliche Einladung an alle Interessierten.


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