Ankündigungen

Systematisch-Theologische Sozietät - Kirche in Krisenzeiten: Wie Christ*innen auf Spaltung und Hetze reagieren können

by Frank Grünberg -

In Krisenzeiten zeigen sich viele Menschen anfällig für Sorge, Furcht und Panik, woraus oft Misstrauen sowohl gegen die eigenen Nachbarn als auch alle die resultiert, die “anders” sind. Wie können die Kirchen auf diese Herausforderung reagieren? Und warum unterliegen auch Christ*innen dieser Dynamik? Wegweisende Antworten auf diese Fragen stellt der Theologe und Dekan des Trinity College an der University of Toronto Prof. Dr. Christopher Brittain am 13. Dezember 2022 um 18.00 Uhr in Hörsaal 3 der KiHo Wuppertal vor. Interessierte sind herzlich eingeladen. 

Alle Informationen zur Veranstaltung finden sich hier.

Prof. Dr. Christopher Brittain

Deklamation der Barmer Theologischen Erklärung - Unterstützer*innen gesucht

by Frank Grünberg -

Liebe Studierende, 

die Barmer Theologische Erklärung (BTE) vom 31. Mai 1934 ist ein Schlüsseltext des deutschen und des weltweiten Protestantismus. Im Rahmen des Barmer Kulturadvents deklamieren Mitglieder des Kirchenkreises Wuppertal und der Kirchlichen Hochschule Wuppertal die BTE daher am 13. Dezember 2022 von 14 bis 15 Uhr im vollständigen Wortlaut. Ort der Vorstellung ist das Ulle-Hees-Denkmal in der Barmer Fußgängerzone – ganz in der Nähe des Alten Markts und in Sichtweite der Gemarker Kirche.

Alle Infos zu der Aktion finden Sie >>> hier >>>.

Für diese Aktion suchen wir noch Unterstützer*innen, die während der Aktion Flugblätter verteilen und mit den Menschen ins Gespräch über die BTE und ihre Bedeutung kommen wollen. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei ikm@kiho-wuppertal.de an. Treffpunkt ist das Cafe an der Gemarker Kirche - am 13. Dezember 2022 um 13.30 Uhr.

KiHo-Studienwoche: „Eingeladen sind alle, die mit uns über den Lebensanfang nachdenken wollen“

by Frank Grünberg -

Die Studienwoche der Kirchlichen Hochschule (KiHo) Wuppertal findet in diesem Jahr unter dem Titel “Lebensanfang. Theologische und ethische Perspektiven” vom 5. bis 9. Dezember 2022 statt.  Warum die Studienwoche (nicht nur) für Theologie-Studierende interessant ist, erklärt Prof. Dr. Michaela Geiger im Interview.

Die Studienwoche der Kirchlichen Hochschule Wuppertal findet in diesem Jahr unter dem Titel „Lebensanfang. Theologische und ethische Perspektiven” statt. Was ist an diesem Thema spannend?

In der Theologie kommt der Lebensanfang manchmal zu kurz. Der Tod wird viel öfter bedacht. Aber alle Menschen verbindet nicht nur, dass sie sterben müssen, sondern erst einmal, dass sie geboren werden. Weihnachten ist das Fest des Lebensanfangs: Wir Christ*innen versammeln uns um die Krippe, in der ein neugeborenes Kind liegt. Darum passt das Thema so gut in diese Jahreszeit.

Welche Fragen greift die Studienwoche auf, die für Theologiestudierende interessant und relevant sind?

Wie und wann beginnt eigentlich menschliches Leben? Darauf geben die Religionen verschiedene Antworten. Das Verständnis des Lebensanfangs hat Konsequenzen für die ethische Beurteilung von Schwangerschaftsabbruch, von Kinderwunschbehandlungen, Präimplantationsdiagnostik, Pränataldiagnostik und -therapie. Aus soziologischer Perspektive ist die Frage spannend, welche Erwartungen werdende Eltern an die Geburt ihres Kindes knüpfen und wie ein Kind Beziehungen verändert. Und wie wird eigentlich im Alten und Neuen Testament von Geburt erzählt? Das sind Fragen über den Lebensanfang, mit denen die Studierenden später zu tun haben werden: In Taufgesprächen, Weihnachtspredigten oder ethischen Beratungen.

Welche Zielgruppe möchten Sie außerhalb der KiHo ansprechen?

Eingeladen sind alle, die mit uns über den Lebensanfang nachdenken wollen: Menschen, die in der Diakonie arbeiten genauso wie Hebammen und Lehrer*innen, Studierende der Nachbarhochschulen, Väter wie Großmütter, … Es ist möglich, an einzelnen Veranstaltungen teilzunehmen oder sich für 25€ über die Akademie Villigst für die ganze Woche anzumelden (ulrike.pietsch@kircheundgesellschaft.de; 02304/755325).

Worauf freuen Sie sich besonders?

Ich freue mich auf die verschiedenen Perspektiven: Auf Vorträge aus Ethik und Soziologie, Workshops aus Politik und Theologie. Dadurch werden wir jeden Tag neue Facetten des Lebensanfangs entdecken. Ich freue mich auf die Diskussionen in den Workshops oder abends bei Wasser und Wein. Und nicht zuletzt: auf den KiHo-Ball am Ende der Studienwoche.

Portrait Prof. Dr. Michaela Geiger

Prof. Dr. Michaela Geiger: "Die Studienwoche wirft Fragen über den Lebensanfang auf, mit denen die Studierenden später zu tun haben werden: In Taufgesprächen, Weihnachtspredigten oder ethischen Beratungen."

😀 Studierende der KiHo Wuppertal müssen sich für die Studienwoche nicht anmelden. Für sie und für Studierende anderer Hochschulen ist die Teilnahme kostenlos. Das vollständige Programm der Studienwoche kann >>> hier >>> heruntergeladen werden.


„Neue Wege, Gott zu begegnen“ - Vortrag an der KiHo am 22. November 2022 um 18 Uhr

by Frank Grünberg -

„Neue Wege, Gott zu begegnen“

Glaubt der Mensch nur, wenn er gerade nicht anders kann? Oder ist der Glaube eine göttliche Realität, die unabhängig von menschlichen Launen existiert? Der evangelische Theologe Dr. Brandon Watson hat zu diesen Fragen geforscht. Seine wegweisenden Antworten stellt er am 22. November 2022 an der Kirchlichen Hochschule (KiHo) Wuppertal vor.

Viele Menschen beginnen zu glauben, wenn sie keine Alternative mehr sehen, etwa wenn ihr Verstand das Weltgeschehen nicht mehr erklären vermag oder die Wissenschaft keine Antwort mehr auf komplexe Fragestellungen liefert. Der Glaube erscheint in diesem Moment als spontan wählbare Option, die jenseits rationaler Grenzen zwar Halt und Sicherheit bietet, die der Mensch aber je nach Belieben an- und abschalten kann. In diesem Modell spielt Gott keine absolute Rolle mehr.

Aus theologischer Sicht erscheint dieser Ansatz äußerst unbefriedigend, da er den Glaubensbegriff allein den menschlichen Launen unterwirft. Der Theologe Karl Barth stellte diese Perspektive schon Anfang des 20. Jahrhunderts in Frage, indem er postulierte, dass der Glaube eines Subjekts (Mensch) immer in Verbindung zu einem Objekt (Gott) stehen müsse. Würden dieses Subjekt und dieses Objekt nicht zusammen gedacht, höre der Glaube auf, Glaube zu sein.

Die Glaubensfrage Jüngels ist für die ganze Systematische Theologie relevant

Der Theologe Eberhard Jüngels verfeinerte diesen Glaubensbegriff in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Bezug auf die Theologie Barths. Er leitete her, warum der Glaube ontologisch allein in Gott begründet werden könne. Ein ontologisch begründeter Glaube erklärt sich nicht mehr aus der dynamischen Beziehung von Menschen und Gott, sondern als bedingungsloses Strukturelement der göttlichen Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist. In dieser Weise stellte Jüngel die Frage: „Wenn die Erwählung wirklich in Jesus Christus als Geschichte zwischen Gott und Mensch verstanden wird, muss dann mit dem Sein des Menschen Jesus am Anfang bei Gott nicht auch vom Glauben die Rede sein?“

„Wenn wir die Glaubensfrage Jüngels aufnehmen, dann sind die Folgen für die ganze Systematische Theologie relevant“, sagt Dr. Brandon Watson, der an der Kirchlichen Hochschule (KiHo) Wuppertal lehrt. „Denn dann verstehen wir Gott nicht nur als Bedingung für die menschliche Existenz, sondern auch als Bedingung der Möglichkeit des menschlichen Glaubens.“

Damit aber stellen sich grundsätzliche Fragen, die es zu beantworten gilt. Welche Folgen zeitigt ein göttlicher Glaubensbegriff für die Gotteslehre? Wie muss die Gotteslehre verändert werden, damit sie Platz für einen menschlichen Glauben bietet, der ontologisch verwurzelt ist? Und wie verhalten sich die Personen der Dreieinigkeit zueinander innerhalb einer wechselseitigen Gottesbeziehung des Glaubens?

Die Menschwerdung Jesu Christi als unmittelbaren Bestandteil der göttlichen Dreieinigkeit verstehen

Watson folgt einem geschichtlichen Glaubensbegriff, der abhängig von der Menschwerdung Jesu Christi existiert. Er schlägt vor, die Menschwerdung Jesu Christi und seine Mittlerrolle zwischen Gott und Mensch als unmittelbaren Bestandteil der göttlichen Dreieinigkeit zu verstehen. In seiner Argumentation rückt der Theologe vor allem das von Barth entwickelte, aber wenig untersuchte Konzept der Anerkennung in den Mittelpunkt. „Auf diese Weise gelingt es, Jesus Christus nicht nur als Objekt des menschlichen Glaubens zu sehen“, sagt Watson. „Er wird damit auch zu einem eigenen Subjekt des Glaubens, das wiederum den menschlichen Glauben ermöglicht.

Diese Erkenntnis biete, so Watson weiter, für kirchliche und nicht-kirchliche Kreise neue Möglichkeiten, systematisch und erkenntnistheoretisch darüber nachzudenken, wie Menschen ihren Glauben verwirklichen. „Ein ontologischer Glaubensbegriff eröffnet den Menschen neue Wege Gott zu begegnen,“ sagt er. „Denn damit wird der Glaube zu einer festen Größe, die nicht den Schwankungen des menschlichen Daseins unterworfen ist.“

Im Rahmen der „Systematisch-Theologischen Sozietät“ referiert Dr. Brandon Watson am 22. November 2022 von 18.00 bis 20.00 Uhr zum Thema „Der Glaube Gottes und die Anerkennung Jesu.“ Die Veranstaltung findet im Hörsaal 3 der KiHo statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.


Stellenausschreibung für studentische Hilfskraft im Fach Kirchengeschichte

by Frank Grünberg -

Am Lehrstuhl für Kirchengeschichte ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als
studentische Hilfskraft (m/w/d) mit einer regelmäßigen Arbeitszeit von 5 Stunden pro Woche zu besetzen. 

Alle weiteren Infos finden hier.

Premiere in Wuppertal - Einladung zur Eröffnung der Ausstellung „Rebellinnen – Frauen verändern die Welt“

by Frank Grünberg -

Am Mittwoch, 9. November 2022, um 15 Uhr eröffnen die Hochschul- und Landeskirchenbibliothek (HLB) und die Kirchliche Hochschule (KiHo) Wuppertal die Ausstellung „Rebellinnen – Frauen verändern die Welt“ im Foyer der HLB (Missionsstr. 11, 42285 Wuppertal). Die Ausstellung ist bis zum 31. Januar 2023 in den Räumen der HLB - und damit erstmalig in Wuppertal zu sehen. Lesungen, die es begleitend zur Ausstellung geben wird, befinden sich in Vorbereitung.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung erwartet Sie dieses Programm:

  • 15.00 Uhr: Grußworte von Prof. Dr. Mühling, Rektor der KiHo Wuppertal, und von Elke Claussen, HLB
  • 15.05 Uhr: Einführungsvortrag von Prof’in Dr. Claudia Janssen, Inhaberin des Lehrstuhls für Neues Testament und Theologische Geschlechterforschung an der KiHo
  • 15.25 Uhr Einführungsvortrag von Pfarrerin Irene Diller, Stabstelle Vielfalt und Gender bei der Evangelischen Kirche im Rheinland
  • ab 15.40 Uhr: Get Together und Besuch der Ausstellung

Wir würden uns freuen, Sie zu dieser Veranstaltung begrüßen zu können, und bitten Sie, Ihre Teilnahme per E-Mail an claussen@hlb-wuppertal.de anzumelden.

Die Ausstellung zeigt 33 Frauen aus verschiedenen Jahrhunderten aus dem deutschsprachigen Raum

„Rebellinnen – Frauen, die die Welt verändern“ präsentiert 33 Frauen aus verschiedenen Jahrhunderten aus dem deutschsprachigen Raum und aus ganz verschiedenen gesellschaftlichen Zusammenhängen. Viele sind berühmt, andere weniger bekannt. Gemeinsam ist ihnen, dass sie für ihre Überzeugungen und Rechte gekämpft haben, die Gesellschaft prägten und sie ein Stück besser machen wollten bzw. wollen. Ihre Geschichten erzählen von stillem Widerstand und von lauter Rebellion, von mutigen Taten und ungewöhnlichen Entscheidungen, Unangepasstheit und Willensstärke. Es sind Frauen, die bestehende Strukturen hinterfragten, die Gesellschaft herausforderten und sich über Konventionen und Normen hinwegsetzten – und es bis heute tun.

Plakat der Ausstellung Rebellinnen

So werden u.a. die Widerstandskämpferin Sophie Scholl, die Reformatorin Argula von Grumbach, die Politikerin Elisabeth Schwarzhaupt, die Schauspielerin Marlene Dietrich, die Sozialarbeiterin Liselotte Nold, die Verlegerin Aenne Burda oder die Publizistin Wibke Bruhns vorgestellt. Alle porträtierten Frauen verbindet, dass sie sich dafür eingesetzt haben, die Gesellschaft zu verändern. Ihre Lebenswege ermutigen dazu, den eigenen Weg zu gehen und eigene Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Die Plakate zeigen historische Dokumente, Auszüge aus Interviews, Tagebüchern oder Publikationen. Renommierte Künstlerinnen haben die Illustrationen gefertigt. Zu jedem Plakat gibt es im Netz weiterführende Informationen, ein ausführliches Porträt sowie Link-Tipps.

Die Ausstellung, die durch ganz Deutschland wandert, wurde vom Evangelischen Presseverband für Bayern e.V. erarbeitet und wird u.a. gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern sowie den Konvent Evangelischer Theologinnen. Medienpartner ist das Sonntagsblatt. Es sollen weitere Frauenporträts hinzukommen. Auf der Webseite www.ausstellung-leihen.de/rebellinnen können Besucher*innen Vorschläge für weitere Rebellinnen einreichen.

10. Januar 2023: Lesung mit der Wuppertaler Theologin Sarah Vecera

Zu den portraitierten Frauen zählt auch die Theologin Sarah Vecera. Sie ist Mitarbeitende der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) in Wuppertal und hat in diesem Jahr das Buch „Wie Jesus weiß wurde“ veröffentlicht, womit sie auf das Problem von Rassismus in der Kirche aufmerksam gemacht. Am 10. Januar 2023 um 18 Uhr wird Vecera im Rahmen der Ausstellung aus ihrem Buch im Audimax der KiHo lesen. Weitere Lesungen befinden sich in Vorbereitung.


Wichtige Information zur Übung 504 - Interkulturelles Handeln in Kirche und Gesellschaft

by Frank Grünberg -

Liebe Studierende,

leider wird der Kurs „Interkulturelles Handeln in Kirche und Gesellschaft“ (Parlindungan, Währisch-Oblau, Ernsting ) aufgrund von Krankheit und weiterer Hinderungsgründe in diesem Semester nicht stattfinden können. Die Dozent*innen werden versuchen, die Übung auf ein Folgesemsemester zu legen.

Informationen zur neuen KiHo-Webseite

by Frank Grünberg -

Liebe Studierende,

heute wurde die neue Webseite der Kirchlichen Hochschule (KiHo) Wuppertal live geschaltet.

Gegenüber der alten Webseite bietet die neue Webseite einige Vorteile:

Anders als die alte Webseite funktioniert die neue Webseite uneingeschränkt auch auf kleineren, mobilen Endgeräten. 

Anders als die alte Webseite gibt es auf der neuen Webseite nur noch eine einzige Navigationsleiste. 

Die neue Webseite zielt auf der Startseite vor allem darauf, die Lebendigkeit und Vielfalt auf dem KiHo-Campus darzustellen.

·        Das Aufmacherbild wirbt für den individuellen Schnuppertag, den wir für interessierte Abiturient*innen während des Semesters dauerhaft anbieten.

·        Die drei Themenfelder zeigen wechselweise Themen, die für die KiHo wichtig sind.

·        Die Campus-Nachrichten und Veranstaltungshinweise spiegeln die Vielfalt des Campus-Lebens.

·        Die wissenschaftlichen Publikationen spiegeln die Vielfalt in der KiHo-Forschung.

Bitte beachten Sie

Mit der Live-Schaltung der neuen Webseite geht der Entwicklungsprozess von der alten auf die neue Webseite in seine sichtbare Phase. Abgeschlossen ist er damit nicht. In den kommenden Wochen werden z.B. sukzessive neue Inhalte und Funktionen zugeschaltet.

Sollten Ihnen orthografische oder inhaltliche Fehler, fehlende oder falsche Verlinkungen etc. auffallen, bitte ich Sie um eine kurze Mitteilung an ikm@kiho-wuppertal.de

Mit freundlichen Grüßen

Frank Grünberg (IKM)


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