Seit September 2024 wird eine 15-tägige gemeindepädagogisch akzentuierte Studienreise
vorbereitet (gemischter Teilnehmerkreis: interessierte Studierende; Gasthörer und Gemeindeglieder)
in Zusammenarbeit mit der Ev. Kirchengemeinde Eppendorf-Goldhamme (Kirchenkreis Bochum/ Ev.
Kirche von Westfalen) langfristig vorbereitet, diesmal durch Dänemark.
Stationen der Busreise sind u.a.: Bochum – Haithabu/ Schleswig – Jütland (u.a. Ribe/ Ringköbing Fjord/
Hanstholm/ Hirtshals/ Skagen / Aalborg/ Aarhus) – Fünen (u.a. Odense) – Seeland (u.a. Roskilde –
Kopenhagen, dort mit Begegnung mit der deutschen evangelischen Gemeinde) –Maribo – Bochum.
Wir vergegenwärtigen uns Schritt für Schritt wie auf einem Pilgerweg das Land, seine Geschichte und
Gegenwart, seine Kultur und spezielle religiöse, kirchliche und theologische Landschaft (z.B. Grundtvig
& Kierkegaard) und versuchen die dänische „Kunst des Glücklichseins“ zu entdecken und kritisch zu
reflektieren.
Eine erste Einstimmung (mit der Vorstellung des Studienreise-Projekts und der dazu gehörigen
intensiven Vorbereitung) fand am Donnerstag, 05.09.24, 18 Uhr im Ev. Gemeindehaus Eppendorf, In
der Rohde 6, Bochum-Eppendorf statt, seit Oktober 2024 bis Januar 2026 folgt eine
abwechslungsreiche informative und lukullische Seminarreihe zur Vor- und Nachbereitung
(monatlich, jeweils donnerstags, 18.30-21.30 Uhr in Bochum), bei der wir uns auch auf die dänische
Küche einstellen, ebenso ein Vorbereitungswochenende vom 11.-12.01.2025 in Bochum. Das Projekt
wird nach der Reise im Januar 2026 u.a. mit einem Fest abgeschlossen.
Die monatlichen Termine: 10.10.24/ 21.11.24/ 23.1.25/ 20.0.25/ 20.03.25/ 10.04.25/ 08.05.25/
12.06.25/ 03.07.25/ 28.08.25 / Studienreise/ 06.1.25/ 17.02.26
- Trainer/in: Günter Ruddat
- Trainer/in: Lisa-Marie Säftel
„Digital religion“ ist ein immer weiter wachsendes, internationales und interdisziplinäres praktisch-theologisches Forschungsfeld. Im Seminar werden wir uns ausgewählten Phänomenen zuwenden und dabei unter anderem auch zum Thema Künstliche Intelligenz arbeiten (z.B. Nikodemus-AI, Chatten mit Jesus und AI Luther) Hier werden wir auch an einzelnen Terminen mit Pfarrer, Kirchenrat und Internetbeauftragtem der EKiR, Ralf-Peter Reimann zusammen arbeiten und Einblicke in die technische Entwicklung des digitalen Luther erhalten.
- Trainer/in: Konstanze Kemnitzer
- Trainer/in: Lisa-Marie Säftel
In dieser Lehrveranstaltung befassen wir uns mit grundlegenden Fragen der
Religionspsychologie. Behandelt werden Themen wie z.B. Religiöse Erfahrung, Religiosität
und Selbstverständnis, pathologische Züge und toxische Formen von Religiosität,
Entwicklungsmodelle von Religiosität, religiöse Resilienz und resiliente Religiosität. Im
Seminar werden auch Methoden der Religionspsychologie erschlossen.
- Trainer/in: Konstanze Kemnitzer
- Trainer/in: Lisa-Marie Säftel
„Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen,
Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König!“ (Jes 52,7) Mit
diesem arbeitsintensiven Pro-/Seminar wird eine persönliche Einführung in die methodisch
verantwortete Praxis der Predigt vermittelt und in die Grundlagen der
Gottesdienstgestaltung eingeführt. Die Studierenden erarbeiten sich die einzelnen Schritte
der Predigt- und Gottesdienstvorbereitung anhand eines biblischen Predigttextes für den
jeweils ausgewählten Gemeindegottesdienst. Zusätzlich werden wesentliche Texte zur
Theorie der Predigt und des Gottesdienstes besprochen. Verpflichtend zum Pro-/Seminar
gehört die Teilnahme an der Übung „Gottesdienstpraxis“ (siehe dort), bei der jede/r
Teilnehmer/in Gottesdienste in Gemeinden hält und die Gottesdienste der anderen
verbindlich mitfeiert und mitreflektiert.
- Trainer/in: Konstanze Kemnitzer
- Trainer/in: Lisa-Marie Säftel
Praktisch-theologische Kirchentheorie bezieht biblische und dogmatische Lehr- und
Wesensbegriffe von Kirche auf empirisch und phänomenologisch je differentiell zu
erforschende kirchliche Zustände mit dem Ziel ihrer kritischen Reflexion zur Förderung
kirchenleitender Wahrnehmungs- und Handlungskompetenz. Sie versteht sich als
Prolegomena und Grundlagenwissenschaft der Praktischen Theologie (Reiner Preul) und
reflektiert kirchlich-religiöse Praxis in ihrer sozialen Wirklichkeit (Krisitian Fechtner). Die
Vorlesung führt in die Fachgeschichte, Aufgaben, Methoden, Nachbardisziplinen und
aktuellen Diskurse der Kirchentheorie (Ökonomisierung, Regionalisierung, Episkopalisierung,
Entkirchlichung, Demographischer Wandel, Strukturwandel, etc.) ein. Zentrale Topoi wie
„Volkskirche“, „Kirchenmitgliedschaft“, „Organisation und Institution“ werden erschlossen
und aktuelle Wahrnehmungen kirchlichen Lebens (aus empirischen Erhebungen und unter
explizitem Rückgriff auf Beobachtungen der Teilnehmenden) mit genetischen
Forschungsbewegungen („wie wir wurden, was wir sind“) verknüpft.
- Trainer/in: Lisa-Marie Säftel
Im 2. Teil der Seminarfolge erarbeiten wir uns Zugänge zu kulturellen Ausdrucksformen von
Glaube und Liturgie. Einmal sind das “Straßenopern” wie das “Mahl der Völker”, “Im Westen
nichts Neues”, “Der weise Nathan aus Kinderhaus”, “Christus vor den Stelen”, dann Projekte
der Klangkirche Büren zum Credo und anderen Inhalten. Zum anderen wollen wir uns selbst
einige Gleichnisse Jesu nach der sozialgeschichtlichen Auslegung von Luise Schottroff als
Straßentheater erarbeiten und ggbf. an der KiHo zur Darstellung bringen.
Kirche und Kultur sind untrennbar verwoben. Ob Sprache, Malerei, Musik oder Baukunst:
Unübersehbar hat sich darin über Jahrhunderte der Einfluss des christlichen Glaubens
niedergeschlagen. Gleichzeitig prägt die umgebende Kultur auch das kirchliche Leben ihrer
Zeit. Denn Menschen suchen immer wieder neue Ausdrucksformen für ihren Glauben, ihre
Fragen und ihre Zweifel. Aber noch mehr: Kultur selbst kann Kirche auch in Frage stellen und
dieser überlebenswichtige Anregungen geben. Ist Kirche aber noch lernfähig?
Wir erarbeiten in diesem Seminar Fragen für Gottesdienst und Liturgie unter dem
Blickwinkel von Gegenwartskultur und entwerfen selbst dazu ein Projekt zu den
Gleichnissen Jesu:
Hat Jesus seine Gleichnisse wirklich so gemeint, wie die kirchliche Tradition sie versteht? Hat er
Gott z.B. gleichgesetzt mit einem kleinlichen König, der seine Untertanen wegen Nichtigkeiten
tötet? - Luise Schottroff deckt den sozialgeschichtlichen Kontext der Gleichnisse Jesu auf. Sie
zeigt, wie das herkömmliche Verständnis der Bildreden Jesu in die Irre führt und macht sichtbar,
welch befreiende Botschaft Jesu Lehre tatsächlich enthält, wenn sie wieder als das verstanden
wird, was sie ursprünglich war: eine im Gespräch vorgetragene Botschaft, die mit den
Zuhörerinnen und Zuhörern rechnete und um die wirklichen Lebensverhältnisse wusste.
Eine Voranmeldung ist erforderlich unter an@norbert-ammermann.de
- Trainer/in: Norbert Ammermann