Mensch und Mitwelt.

Konvivialität und Schöpfungswirklichkeit

Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sie ist auch notwendig. Die globalen Herausforderungen der Klimakatastrophe erfordern (theologisches) Umdenken. Konvivialität heißt neu auszuloten, wie jenseits der Wachstumsgesellschaft und des Anthropozentrismus ein gerechtes Zusammenleben (con-vivere) auf dieser Erde möglich sein kann, wie ökologisch und sozial nachhaltige Formen demokratischen Lebens gestaltet werden können. In der Studienwoche fragen wir danach, wie wir Zusammenleben ausgehend vom Miteinander aller Geschöpfe verstehen können: von Menschen, Tieren, Pflanzen, kreatürlicher und nichtkreatürlicher Welt. Wie spricht die Bibel über das von Gott Geschaffene? Wie kommt in ihr Welt zu Wort? Vielfältige Impulse aus dem Gespräch zwischen Theologie und Naturwissenschaften treten hinzu. Ziel der Studienwoche ist es, das innertheologische und das interdisziplinäre Gespräch zu suchen und danach zu fragen, wie wir angesichts der aktuellen Krise sprach- und handlungsfähig werden können.

Die Übung ist obligatorischer Bestandteil des Grundlagenmoduls.

Sie findet in folgenden Blöcken in HS 4 statt:

Mo., 20.10.2025, 09.00 – 12.00 Uhr

Di., 21.10.2025, 14.00 – 18.00 Uhr

Mi., 22.10.2025, 16.00 – 18.00 Uhr

Mi., 05.11.2025, 16.00 – 18.00 Uhr

1 INHALT

Was mache ich, wenn ich Theologie studiere? Und wie studiere ich Theologie? Diese und andere Fragen werden früher oder später, oft am Anfang des Studiums, aufkommen. Der Sinn dieser einführenden Übung ist es, die mit dem Theologiestudium verbundenen Fragen explizit zu stellen und zwischen Faktoren wie Studienordnung, Fächerkanon und Eigeninteresse Perspektiven zu ihrer Beantwortung zu eröffnen. Dabei sollen unterschiedliche Dimensionen klar werden: 

- Was mache ich, wenn ich Theologie studiere?

- Was bedeutet „Theo“logie?

- Inwiefern ist Theologie eine Wissenschaft?

- Wieso ist das Studium Voraussetzung für den Beruf des Pfarrers bzw. der Pfarrerin?

- Welche Fragestellungen und Themen kommen im Studium auf mich zu?

- Wie funktioniert „studieren“? Welche Arbeitsformen gibt es? Welche Hilfsmittel?

- Wie strukturiere ich mein Studium in Wuppertal, bevor ich an eine andere Universität wechsle?

- Was bedeuten Module und welche sollte ich möglichst vor dem Wechsel abschließen?

- Was hat das Theologiestudium mit meinem Glauben, meiner Religiosität

und meiner Art zu leben zu tun?

2 LITERATUR

Als Lektüre zur Vorbereitung und spätestens während des Verlaufs der Übung wird vorausgesetzt und besprochen: Martin H. Jung, Einführung in die Theologie, Darmstadt 2004

3 VORAUSSETZUNGEN

Die Veranstaltung findet nur noch in diesem Wintersemester statt und ist obligatorisch für alle Studierenden im ersten oder zweiten Semester.

4 ANFORDERUNGEN

Regelmäßige Teilnahme und Lektüre der oben genannten Literatur

5 LEISTUNGSPUNKTE

2 LP