Dieses Seminar ist für alle, die sich mit Praktischer Theologie befassen wollen oder auch müssen, unabhängig davon, wie weit sie im Studium damit schon vorangeschritten sind: Enthusiast*innen und Skeptiker*innen, alte Hasen und Neulinge, die sich fragen, was es mit diesem Fach eigentlich auf sich hat. Denn wir gönnen uns in diesem Kurs einen schrägen Blick auf Gegenstände, mit denen sich Praktische Theologie theoriebildend auseinandersetzt.
Genauer: Wir stellen uns erst mal dumm und tun so, als wüssten wir nicht, was da überhaupt vor sich geht, wenn etwa gepredigt oder gesegnet wird, getröstet oder bestattet, getauft oder gefeiert und welche Aktivitäten auch immer da vor sich gehen, wenn Menschen sich versammeln unter der Voraussetzung, dass sich dabei ‚Religion‘ ereignet.
Das heißt: Wir widmen uns der Sache ethnografisch und lernen, wie wir die konkreten Vollzüge, für die wir uns interessieren, teilnehmend beobachten und selbst-reflexiv analysieren. Das macht Spaß, weil es ein intellektuelles Abenteuer ist, das feinsinnige Beschreibungen von Religion hervorzubringen verspricht. Und es hilft uns, uns unserer Rollen – und Verstrickungen! – im Geschehen bewusst zu werden. Beides ist unabdingbar, um uns im jeweiligen Feld selbst professionell zu bewegen.
- Trainer/in: Katharina Krause